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Hardfloor SO WHAT?! Hardfloor ist seit Anbeginn eine der bedeutendsten Gruppen der Technorevolution der 90er Jahre. Sie sind einer der großen Pioniere und schufen Klassiker wie Hardtrance Acperiance und Into The Nature, ebenso hieften sie mit ihren Remixen angestaubte Popsongs wieder in den Olymp (Yeke Yeke von Mory Kante). Seinerzeit manifestierte das Szenesprachrohr Frontpage die neuen Grundsätze der neuen Underground-bewegung mit Dogmen wie "Techno hat keine Stars" oder "Techno revolutioniert sich ständig neu". SO WHAT?! Blickt man zurück, muss man schon über sich selbst schmunzeln, genauso wie man Anfang der Neunziger selbst über die Dogmen der '68er schon schmunzelte. SO WHAT?! Keine Musikrichtung, kein neuer Trend, keine Kunstbewegung konnte jemals den sich selbst auferlegten ständigen Innovationsdruck durchhalten. Nichts desto trotz bedeutet keine ständige Re-Revolution, daß aller Tage abend ist. Bedeutet keine Re-Revolution keine gute Musik? Bestimmt der Grad der Innovation den Wert der Musik? SO WHAT?! Die allgemein verbreitete Depression der Avantgarde jeglicher Bereiche über das Fehlen einer Utopie ist falsch - wir leben heute eine Utopie und das stellt auch die interessanteren Aufgaben. Elektronische Musik in all ihren Facetten ist heute ein fester Bestandteil des Musikspektrums. SO WHAT?! Hardfloor haben einfach ein neues Album aufgenommen, einfach so, fern ab der Fragen, sozusagen einfach Musik gemacht. Das Ergebnis ist auf ihrem neuem, fünften Album SO WHAT?! zu hören. Das Spektrum dieses Albums reicht von Techno bis zu Breakbeats, alles unverkennbar Hardfloor. Die Aussage ist einfach und klar dem Titelsong zu entnehmen: "What's up you motherf***er? This is a Hardfloor production - we are still doing the same shit - nothing has changed - SO WHAT?!". Oliver Bondzio und Ramon Zenker liegt es jedoch fern, sich selbst zu kopieren, vielmehr schöpfen sie die verschiedensten Spielarten des Techno voll aus. Und das Schönste ist vielleicht: Hardfloor ist immer funky. Das CD-Artwork von SO WHAT?! wird wieder höchsten Ansprüchen gerecht und bietet viele Interpretationsmöglichkeiten - ebenso die unterschiedlichen Songtitel. Dekonstruktivistisch und in Form einer Collage angelegt, lassen sich die Parameter einer starren, metallischen und gleichgültigen Welt erkennen. Was könnte langweiliger sein als ein "non-smoking post office"? Die Titel "frozen spotlight" und "communication to none" reflektieren Einsamkeit und Starre und für Hobbypsychologen lassen sich auch Spuren einer gefühlskalten und bedrängenden Kindheit ("a snifter for daddy") erkennen. Eine Erinnerung die merkwürdig versch(r)oben heraufdämmert ("underexposed above average") und nur zu Aggression ("smash the gnat") führen kann? Der Albumtitel "so what?!" suggeriert dagegen ein trotziges Selbstbekenntniss: es bleibt jedem selbst überlassen, sein eigenes Ding zu machen. So wie es dem Betrachter des Artworks überlassen bleibt, sich eigene Einblicke und Assoziationen zu verschaffen. Presse-Echo: De:Bug 06/2000: "... Clever. Und funky. Cool, aber nicht zu experimentell, hat Harthouse mit "So What?!" einen perfekten Weg für sich gefunden es allen recht zu machen, aber dennoch nicht so zu klingen wie man sich das unter einer solchen Vorgabe vorstellen würde, sondern, bis auf die wenigen Trance und Acidtracks, recht frisch." bleed **** electric-language.com "...Minimale Techno Tunes, langsam groovige Trip Hop Beats und Breakdance verdächtige Midtempo Breakbeats deuten auf die Offenheit und Experimentierfreude der beiden Musiker von Hardfloor. Alle Trax ruhen sanft im genialen Funk. Wer da die Beine nicht bewegt ist selber schuld - oder einfach nicht weiter nachdenken, denn es gilt: "Na und ?!" " Elektric Magazine 06/00: Lange haben wir es erwartet, das neue Hardfoor Album. Nachdem schon auf der Mix CD von Oliver Bondzio - In Case of... - ein kleiner Appetithappen zu hören war, ist es nun soweit und die Fangemeinde kann aufatmen. So What? heißt das gute Stück und man bekommt das was man erwartet. Ramon und Oliver sind dafür bekannt, immer wieder neue Einflüsse in ihr perfektes Gewand technoider Musik zu kleiden. Kein Track gleicht dem anderen, aber man muss nur Sekunden zuhören und weiß das ist Hardfloor!!! Ob 4/4 oder breakig, alles passt auf den Dancefloor und man kann nur hoffen, dasss uns die beiden auch in den nächsten 10 Jahren mit Ihren ehektronischen Ergüssen erfreuen. Mein absoluter Tip dieses Jahr, ja ihr lest richtig, denn ich denke dass es schwer sein dürfte dieses Album zu toppen, außer natürlich Ramon und Oliver bringen dieses Jahr noch ein Album auf den Markt. (KSO) Frankfurter Rundschau online 06/00 - http://www.fr-aktuell.de/topofpops.htm Die Presseinfo zu diesem Album stellt eine ketzerische Frage: Bestimmt der Grad der Innovation den Wert der Musik? Zu dieser Frage gibt es im Prinzip zwei völlig entgegengesetzte Antworten; die eine wird in den Musikredaktionen und Feuilletons gegeben, die andere in den zum kommerziellen Fetisch verkommenen Hitlisten der Händler und Formatradio-Stationen. Was Techno betrifft könnte man sagen, Oliver Bondzio und Ramon Zenker aka HARDFLOOR bewegen sich irgendwo in der Mitte. "So What?!" ist kein Vehikel einer neuen musikalischen Revolution und bewegt sich in seinem Minimalismus und seiner strikten Orientierung auf die Tanzfläche im Kontext der frühen Technobewegung. FRONT 242 hätten es, knapp formuliert, vor 10 Jahren auch nicht anders gemacht. Mit der sinnentleerenden Kommerzialisierung des Techno-Phänomens (bis hin zur totalen Verdummung á la SCOOTER) haben HARDFLOOR aber ebenso wenig gemeinsam. Ihre Hard-House-Beats, Dauerloops und Technobreaks sind frei von Kompromissen an den Massengeschmack in Szene gesetzt, und wenn dieses Album einen "Wert" hat, dann den, es laut zu hören und dazu zu tanzen. So what? (svs) Partysan BW 06/00 Die einstigen Vorreiter der Technorevolution melden sich erneut zurück. Ihr fünftes Album "So What" löst sich von der allgemein verbreiteten Depression der Avantgarde und schiebt mit einer Handbewegung allen Innovationsdruck und alle musikalischen Dogmen beiseite. So what? Hardfloor a.k.a. Oliver Bondzio und Ramon Zenker haben ein neues Album aufgenommen und die Aussage ist: "This is a Hardfloor Production we are still doing the same shit so what?" Das Spektrum reicht von Techno über Elektro bis hin zu Breakbeats und bleibt dennoch unverkennbar Hardfloor, ohne sich dabei selbst zu kopieren. Ein sehr gelungenes Album, das trotz des Gebrauchs altbekannter Stillmittel so fett und funky wie nie zu klingen scheint. (4/5 Punkte) Raveline 06/2000 " ... Machmal trocken wie ein Zwieback, dann aber auch wieder funky wie ein Hawaiihemd in der Kirche. Also - so what!?" 4/6 Sterne by D-Weird [klick here for the english infoversion] |
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